
Zeit: Dienstag, 15. Dezember 2009 von 20:00 bis 23:00
Ort: Pelmke
Straße: Pelmkestr. 14
Ort/Stadt: Hagen
Art der Veranstaltung: vortrag
Organisiert von: Pelmke
Letzte Aktivität: 9. Nov
Eintritt: Frei
Akkurater Seitenscheitel oder Glatze und Bomberjacke. Zumindest bis vor
einiger Zeit, sah so der typische Klischee-Nazi aus. Das ist nicht ganz
falsch, aber noch längst nicht alles. Das in der Tagespresse beim Thema
"Rechtsextremismus" inflationär verwendete Foto von Springerstiefeln mit
weißen Schnürsenkeln ist meist einige Jahre alt. Inzwischen hat sich
einiges geändert.
Vom eindeutigen "88" für "Heil Hitler" bis zum unauffälligen "Thor
Steinar"-Pullover - die rechtsextreme Szene benutzt eine Vielzahl an
Symbolen, Codes und Erkennungszeichen. Viele sind für Außenstehende auf
den ersten Blick nicht eindeutig zu erkennen, verfehlen damit aber ihre
Wirkung innerhalb der Szene (Zusammengehörigkeit) und gegenüber
Opfergruppen (Bedrohung) nicht.
Die Fülle von Symbolen, die Übernahme und Verfremdung linker Symbolik
und die Benutzung von Codes und Abkürzungen sorgt für Verwirrung und
wirft Fragen auf. Deshalb gibt der Referent einen fundierten Einblick in
diese Codes, Symbolik und die Entwicklungen auf den rechten Modemarkt
und erklärt, welche Labels ihre TrägerInnen tatsächlich noch als
überzeugte Neonazis ausweisen, welche Klamotten vielleicht zu Unrecht
einen gewissen Ruf haben und wie sich das Erscheinungsbild der
Neonaziszene in den letzten Jahren gewandelt hat.
Am Ende des Vortrags wird es noch Raum für Fragen und Diskussion geben.
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