Nach dem Motto: Eigenständigkeit oder nur schlechte Kopie, werde ich diese Platte bewerten. Die Frage nach der vorhandenen Eigenständigkeit erübrigt sich fast schon beim ersten Song, da "Social enemies" nach einer Mischung aus
Nine Inch Nails und
Marilyn Manson klingt. Es folgt "Stitches", eine Mischung aus
Paradise Lost und
Depeche Mode, "Platinum" und "Pantomime" sind zu 90 Prozent
Marilyn Manson und bei "Fiend" schimmert sogar
The Cure durch. Dazu noch ein sehr nettes Cover von
New Order´s "Blue monday", also hätten wir diese Frage wohl eher negativ beantwortet. Nun zur schlechten Kopie, die ich nicht unbedingt negativ sehen will, denn Orgy sind nicht schlecht, nur leider versuchen sich die Songs vergeblich im Ohr festzusetzen, was man bei "Fetisha", "Fiend" und "Gender" gut merkt. Da ist "Dissection" und "Revival" schon mit sehr viel mehr Klebstoff ausgestattet. Insgesamt gesehen sind die Songs alle melancholisch gehalten, was weiter nicht stört. Schlußbemerkung: Für ein Debüt noch recht schwach, aber ich meine das der Nachfolger deutlich besser wird.

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