
Es hat damals etwas länger gedauert, bis ich das Phänomen Britpop lieben gelernt habe. Dafür verantwortlich ist ausschließlich diese Band. Andere Bands wie
Blur,
The Verve oder
Pulp befinden sich bisher nicht in meiner CD-Sammlung. Auch war zuerst diese zweite Platte in meinem Besitz, bevor ich das Debüt "Definitely maybe" erstanden habe. Warum zog es mich nun doch zum Britpop? Ganz einfach, da diese Musikrichtung sehr von der Musik der
Beatles beeinflusst ist, die ich schon immer gut fand. Ganz extrem merkt man diese Beeinflussung beim Song "Don´t look back in anger", da hier am Anfang "Imagine" von
John Lennon angestimmt wird. Aber auch die Nähe zum Avantgarde-Rock ist nicht zu überhören, wie in "Some might say". Die Band
Oasis hat leider ein Schlagzeuger-Problem, doch meiner Meinung nach war keiner so gut, wie der auf dieser Platte, nämlich
Alan White. In einige Texte der Band kann man viel hereininterpretieren, doch es gibt auch "She´s electric", wo die Situation beschrieben wird, dass man mit der Familie seiner neuen Liebe klar kommen muss. Warnungen werden auch ausgesprochen, wie in "Don't look in anger": "Please don't put your life in the hands of a Rock n' Roll Band / Who'll throw it all away". Einen ganz verschrobenen Text hat "Champagne supernova" zu bieten, der meiner Meinung nach irgendwas mit Drogen zu tun haben muss - hier wird die Band übrigens von
Paul Weller unterstützt. Einen Song für Morgenmuffel stellt "Morning glory" dar, der auch erstmals den späteren noch größeren Bombast in den Songs der Band darstellt. Den Höhepunkt der Platte stellt aber dieser eine Song dar, der auf keinem 90er Jahre Sampler fehlen darf, nämlich "Wonderwall". Nicht umsonst küren viele Musikkenner diesen Songs als besten Rocksong aller Zeiten. In meiner Top 20 ist er jedenfalls zu finden. So macht Britpop Spaß.
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